Golfverband reagiert auf Handicap-Kritik

Der Bundesverband Golfanlagen hat deutliche Kritik an den öffentlich gewordenen Plänen der European Golf Association (EGA) zur Überarbeitung des Handicap-Systems geäußert. „Grundlos“ nennt der Deutsche Golfverband (DGV) die geäußerten bedenken. Man werde etwaige Anpassungen „mit Augenmaß“ umsetzen, so der Verband.

Alexander Klose, Geschäftsführer Recht und Regularien im Deutschen Golf Verband, dazu: „Eine vorherige Rückfrage des BVGA bei uns hätte sicher geholfen, die geplanten turnusgemäßen Anpassungen des EGA-Handicap-Systems durch den Europäischen Golfverband gerade in ihrer Bedeutung für die deutschen Golfspieler und die deutschen Golfanlagen besser einzuordnen und unnötige Aufregung zu vermeiden, kommt es doch ganz besonders auf die Art der Umsetzung durch die Nationalverbände an. Frühzeitig und systematisch, beginnend im Herbst dieses Jahres, wird der DGV über kommende Neuerungen aufklären. Dies betrifft dann nicht nur das Vorgabensystem. Denn weltweit kommt es auch zu Neuerungen bei den Golfregeln, den dazugehörigen Decisions und dem Amateurstatut.“

Die Richtungsfrage

Soweit das Statement des Verbandes, in welche inhaltliche Richtung der DGV tendiert bleibt dagegen weiter offen. Wie er mit den Punkten „Annual Handicap Review“ (jährliche Vorgabenüberprüfung),  Änderungen zum CSA und „inaktive Vorgaben“, deren Status „auf dem Clubausweis vermerkt“ werden solle, umgeht, ist die Frage.

Die EGA erarbeitet alle vier Jahre (jetzt zur Spielsaison 2012) Anpassungen des Handicap-Systems, das in Kontinentaleuropa Anwendung findet. Vorgesehene Neuerungen werden dann von den Nationalverbänden umgesetzt. Letztendlich entscheidet also der DGV, doch wie und was dabei „mit Augenmaß“ bedeutet, ist die entscheidende Frage.

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