Golfen auf St. Pauli

Für die 13 internationalen Studenten der WINSTONuniversity  begann die neue Golfsaison an einem ungewöhnlichen Ort: im Millerntor-Stadion des Hamburger Fußball-Zweitligaclubs FC St. Pauli. Im Rahmen ihres Executive Programms Golf Course Management bekamen die Teilnehmer, die sich ansonsten mit der Pflege von Golfrasen und dem Management von Golfanlagen beschäftigen, in einem Seminar Einblicke in die Probleme von Fußballrasen.

Worauf es beim Fußballrasen ankommt

Seminarleiter Thomas Fischer erläutert die Probleme eines guten Fußballrasens: „Bodenproben, deren Analyse und vor allem die daraus resultierende Anpassung der Pflegepläne sind nicht nur bei Golfplätzen von entscheidender Bedeutung. Fußballstadien haben häufig Probleme mit unzureichenden Lichtverhältnissen und wenig Belüftung. Es ist deshalb nicht nur im Winter sehr schwierig, eine feste Rasenfläche zu liefern, die den hohen Ansprüchen der Sportler genügt und der extremen Belastung standhält.“

 
Einige der Problem von Torsten Vierkant, dem Facility Manager, also Greenkeeper des FC St. Pauli, kamen den Golfkollegen bekannt vor, Schwierigkeiten, die sie von mit  Bäumen umgebenen Grüns mit unzureichender Belüftung und Sonneneinstrahlung kennen: „Wir führen gerade Studien mit neuen LED-Lampen durch, die mit relativ wenig Energieaufwand für ein moderates Wachstum der Pflanzen sorgen können.“  Eine Lösung, die sich vielleicht auch für Golfplätze anbietet.
Am Ende des Seminars schaltete Vierkant über sein Smartphone die Flutlichtanlage des Stadions ein, und die Teilnehmer durften vom Mittelkreis abschlagen – natürlich ohne Rasenstücke (Divots) aus dem Boden zu schlagen.
Bis Ende Februar halten sich die Studenten in Portugal in der Nähe von Lissabon auf, um im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes ihre Studien weiterzuführen. Ende März werden sie ihr Studium beenden und als  Abschluss ihrer Ausbildung in Schottland, dem „Home of Golf”, ihre Graduation-Party feiern können.

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