Dominic Foos mit Handicap + 6,4 – Das beste Handicap aller Zeiten

Der 15-jährige Dominic Foos bricht alle Rekorde. Foto: DGV/stebl.

 

Dass Dominic Foos ein Überflieger ist, steht nicht erst seit dem 30. April 2012 fest, als er mit gerade einmal 14 Jahren Deutscher Lochspielmeister wurde. Zahlreiche Titel hat er in seiner noch jungen Karriere gesammelt. Am vergangenen Wochenende hat er die German Boys Open in seinem Heimatclub St. Leon-Rot gewonnen. Und die 62er Runde, die er zur Krönung am Finaltag spielte, hat ihm nun ein Handicap von +6,4 beschert – es ist das beste Handicap, das je ein deutscher Golfspieler erreicht hat. Nur Marcel Siem kratzte, kurz bevor er Tourspieler wurde, an der +6-Marke.

„Das ist natürlich eine unglaublich große Ehre, jetzt das beste Handicap aller Zeiten zu haben“, freut sich Dominic Foos. „Das zeigt mir natürlich auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“ Und wohin dieser Weg noch führen soll, weiß der 15-Jährige ganz genau: „Ich möchte an den Olympischen Spielen teilnehmen. Definitiv 2020, aber auch für 2016 ist nichts unmöglich“, sagt er selbstbewusst. Gleichzeitig weiß er, dass es ohne die vielfältige Unterstützung durch den Deutschen Golf Verband (DGV) und sein familiäres Umfeld nicht möglich gewesen wäre, so weit zu kommen: „Neben meinem Vater ist natürlich auch das Golf Team Germany eine sehr große Hilfe. Von der Organisation über die Physiotherapeuten bis hin zu Bundestrainer Uli Zilg – es ist so wichtig, dass bei den Turnieren alles passt.“

Auch Marcus Neumann, DGV-Vorstand Sport, beobachtet den Werdegang des Youngsters schon seit einigen Jahren: „Dominic ist sicher jemand, den man als Ausnahmetalent bezeichnen würde. Das ist er zweifelsohne, aber nicht im engen leistungssportlichen Sinne als Bewegungstalent“, erklärt Neumann. „Es ist das Talent, eigene Ziele klar zu definieren, Wege konsequent zu beschreiten, Niederlagen als Chancen zu sehen und Fleiß und Beharrlichkeit an den Tag legen zu können – also Tugenden, die ein volles Eintauchen in die Leistungsorientierung zulassen. All dies drückt sich in 1.500 Stunden Golf pro Jahr aus. Das leisten zu können und zu wollen, das ist das wahres Talent. Und so sieht Hingabe zum Golfsport aus!“

 

Dominic Foos in St. Leon Rot. Foto: DGV/stebl.

Bis zu den Olympischen Spielen ist es allerdings für Dominic Foos noch ein langer Weg und in dieser Saison heißt es für ihn zunächst noch „Erfahrungen zu sammeln, so viele Turniere wie möglich zu gewinnen und mein Spiel immer weiter zu verbessern“, so der Schüler, der nicht nur auf dem Golfplatz mit guten Leistungen glänzt. „Mein Notendurchschnitt ist gut, ich hole alles immer schnell nach, was ich in der Schule verpasse.“

Einladungsturniere geplant

Jetzt geht es auch Schlag auf Schlag für ihn weiter: Ab dem 18. Juni schlägt er bei den BMW Open in München ab und es sind weitere Einladungsturniere auf der ganzen Welt geplant. Darüber hinaus hofft er auf die Nominierung zur Mannschaftseuropameisterschaft (9. bis 13. Juli) sowie zur Europameisterschaft der Herren (7. bis 10. August). Außerdem freut er sich darauf, Ende September hoffentlich für den GC St. Leon-Rot beim Final Four der Deutschen Golf Liga antreten zu dürfen. Dafür drückt er seinen Teamkollegen an den noch verbleibenden drei Spieltagen kräftig von unterwegs die Daumen, damit sie sich auch für die mögliche Titelverteidigung qualifizieren.

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