DM der Golfer mit Behinderung

 

Marie Luise Deubl (GC Bad Tölz) und Rainer Birkenstock (GC Rhein-Main) sind die Sieger der Deutschen Meisterschaften der Golferinnen und Golfer mit Behinderung, die vom 11. bis 12. August 2012 auf den Plätzen des Golf- und Country Club Hamburg-Treudelberg stattfanden.

„Der Wettkampf war schon prickelnd“, sagt der erfolgreiche Titelverteidiger Rainer Birkenstock. Er war auf einem geteilten zweiten Platz und mit fünf Schlägen Rückstand auf den Führenden in die entscheidende Runde gestartet und konnte diese mit 79 Schlägen beenden. Damit überholte der Wiesbadener den dreimaligen Deutschen Meister Reinhard Friske vom gastgebenden G&CC Hamburg-Treudelberg, der nach der ersten Runde führte und am zweiten Tag seinen Vorsprung nach Bahn 7 zwischenzeitlich auf sieben Schläge ausbaute. „Ich habe richtig gut gespielt, aber dann habe ich mich rausbringen lassen und zwei Doppelbogeys gemacht“, sagt er. „Ich bin natürlich enttäuscht. Die Leute hier im Club hätten mich bestimmt gerne als Sieger gesehen, und ich mich natürlich auch. Aber so ist das Leben.“

Bei den Damen konnte Marie Luise Deubl (GC Bad Tölz) ihre Führung nach 87 Schlägen aus der ersten Runde mit 95 erfolgreich ins Ziel bringen. „Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute zu ihrer Behinderung stehen und hier mitspielen“, sagt Gabriele Lorenz, Deutsche Meisterin von 2011, die mit Runden von 98 und 118 den dritten Platz erspielte. „Viele haben einen Behindertenausweis und wären auch entsprechend qualifiziert, aber sie trauen sich nicht, dass offen zu zeigen.“

Timo Klischan (Royal St. Barbara Dortmund) hat zum ersten Mal am Turnier teilgenommen. Er war absolut begeistert: „Das war fantastisch. Im nächsten Jahr komme ich auf jeden Fall wieder.“ Nach der ersten Runde lag er mit 82 Schlägen mit Rainer Birkenstock auf dem geteilten zweiten Platz, nach einer 83 im Finale schloss er seine Turnier-Premiere mit Bronze ab. Der jüngste Teilnehmer, der 13-jährige Lasse Zietzschmann (GC Trier), ging ebenfalls mit einer Medaille aus dem Turnier. „Ich wollte gewinnen“, sagt er nach der Runde. Für Gold hat es in seiner Kategorie Mental leider nicht ganz gereicht, aber mit einer Bronzemedaille ist er auch sehr glücklich.

Zusätzlich zu den beiden Meistertiteln (Damen, Herren) ging es bei dem Turnier auch um den Gewinn in den Kategorien Arm, Bein, Rollstuhl, Blind, Mental und Sonstige. Hier spielten sich Timo Klischan (Arm) und Reinhard Friske (Bein) auf den ersten Platz ihrer jeweiligen Kategorie und nahmen zusätzlich noch eine Goldmedaille in Empfang. Gold ging auch an Jens Maspfuhl (GC Friedberg/H., Rollstuhl), Bernd Walsch (GC Kallin, Blind), Curt Reineck (GC Peine-Edemissen, Mental) und – zum zweiten Mal am Tag – Rainer Birkenstock (Sonstige).

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