Die Tourkarte für Amateure

Wer sich gern im Wettbewerbsformat auf dem Golfplatz mit anderen Clubmitgliedern oder auch Freunden und Bekannten messen möchte, hat nun eine interessante Möglichkeit dazu. Bei der unter dem Namen „Tour Series“ neu entwickelten Spielform, eventuelle Parallelen zu den echten Turnierserien der Profigolfer sind nicht unbeabsichtigt, können an Turnieren im Heimatclub oder auch anderen teilnehmenden Clubs über die ganze Saison verteilt Ranglistenpunkte gesammelt werden. Die Tour Series Card für die Saison 2011 kostet den Teilnehmer nur 49 Euro.

Saisonleistung ist entscheidend

Wohl jeder kennt die Tage, an denen beim Turnier nichts so recht klappen will: Jeder zweite Abschlag landet im Nirwana, die Putts gehen immer Millimeter am Loch vorbei und mit fortschreitender Runde wächst der Frust. Nicht so bei den Turnieren, die zur „Tour Series“-Reihe gehören, denn hier wird erst am Ende der Saison abgerechnet – und schlechte Tage relativieren sich.

Die Macher und Erfinder der „Tour Series“ aus Hannover merkten schnell, dass dieses Konzept aufgeht und die Begeisterung der an der Serie teilnehmenden Golfer/innen spürbar ist. Wettbewerb erzeugt so keinen Druck, sondern Spaß für alle Beteiligten. Auf Clubebene werden schon vorhandene Turniere des Saisonkalenders zusätzlich in die Wertung zur „Tour Series“ aufgenommen, an denen die Card-Inhaber teilnehmen können. Da aber mehrere Clubs in regionaler und gar Bundesebene zu Wettbewerben aufrufen, können auch auf anderen Plätzen Punkte im Ranking gesammelt werden. Dadurch ergibt sich natürlich auch mehr Freiraum, um sich die eigenen Turniertermine einzuteilen. Als Bonus oder Anreiz gibt es für Ergebnisse auf fremden Plätzen sogar 10% mehr Punkte in der Rangliste.

Da jede Club- oder Regional-Serie eine eigene Internetpräsenz vorhält, können sich die registrierten Teilnehmer dort unmittelbar über die kommenden Turnierdaten, die Position im Punkteranking oder gar die statistischen Daten der selbst gespielten Turniere informieren. Weiter bietet es sich an, sich mit durch die Turniere neu geschlossenen Bekanntschaften in einem Forum auszutauschen oder zu diskutieren.

Gerechtes Wertungssystem

Man könnte nun meinen, dass Spieler/innen mit höheren Handicaps, wie nicht selten bei den sog. Rabbit-Turnieren in den Clubs, komplett durchstarten und die Rangliste von hinten aufrollen – konstant gute Spieler würden vielleicht bald die Lust verlieren. Hier wurde aber gleich ein Riegel vorgeschoben, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Konform der Vorgabeklassen des DGV wird das Nettoergebnis eines Turnieres prozentual angerechnet. So erhält etwa ein einstelliger Handicap 3,2-Spieler üppigere 95% seiner Nettopunkte für das Ranking, ein Teilnehmer mit Clubvorgabe 42 aber nur 70% davon. Dieses System macht auch die Rangliste im Saisonverlauf interessanter. Da zum Schluß nicht alle erspielten Turnierergebnisse gewertet werden, entfallen die schlechtesten Runden des Jahres komplett – aus den Augen, aus dem Sinn …

Finaaaale

Wer sich nun auf eine Clubserie festgelegt hat, nimmt auch automatisch an der regional ausgetragenen Turnierserie teil. Das Sammeln von Punkten bringt die Teilnehmer zudem der Qualifikation zum großen Deutschland-Finale im Oktober näher, das auf dem von Arnold Palmer entworfenen 18-Loch Platz „Rethmar Golf Links“ bei Hannover stattfindet. Weiterer Vorteil von Inhabern der Tour Series Card innerhalb der laufenden Saison ist ein Nachlass auf das Greenfee bei den teilnehmenden Tour Series-Clubs und auch auf das Turnier-Startgeld. Die Tour Card kann Online oder auch bei einem teilnehmenden Golfclub erworben werden.

Weitere Informationen zur Tour Series samt der teilnehmenden Clubs sind im Internet zu finden unter: www.tour-series.de

Text: Thomas Klages, Fotos/Abbildungen: Tour Series UG

Über Thomas Klages

Thomas Klages wohnt in der Nähe von Braunschweig und spielt seit 1999 Golf. Seitdem führen ihn seine Reisen auch stets auf ausgesuchte Golfplätze. Seit Ende 2002 betrieb er eine private Internetseite, auf der besuchte Ziele und Golfplätze in teils umfangreicher Weise beschrieben und beurteilt wurden. Daraus resultiert auch die über die Jahre gewachsene Schreiblust zum Thema und die dementsprechende Objektfotografie. Weiterhin ist er regelmäßig für ein im Printbereich erscheinendes Golfjournal tätig und hat inzwischen seine private Golf-Website komplett neu relauncht.