Das golfende Geschwisterpaar Krämer

Wenn am kommenden Sonntag, 17. Mai, der Startschuss für die 1. Bundesliga Süd der Deutschen Golf Liga (DGL) im Stuttgarter GC Solitude fällt, dann ist auch ein Geschwisterpaar unter den Aktiven: Anna-Lena und Max Krämer teen für die Stuttgarter auf.

Für die Damen und Herren des Gastgebers des 1. Spieltags in der Süd-Staffel sind Anna-Lena (Handicap +2,1) und Max Krämer (+2,4) wichtige Säulen ihrer Teams. Mit neun Jahren kam Max über seine Großeltern zum Golfsport. Und da dauerte es natürlich nicht lange, bis auch seine drei Jahre jüngere Schwester mit ihrem großen Bruder die Schläger schwingen wollte.

Dabei können sie sich heute, knapp elf Jahre später, schon länger nicht mehr voll und ganz auf ihr liebstes Hobby konzentrieren. Max studiert im sechsten Semester Wirtschaftswissenschaften an der Uni Hohenheim. „Weil ich derzeit nur noch meine Bachelorarbeit schreiben muss, ist auch wieder etwas mehr Zeit für Golf“, freut sich der Student, der in der vergangenen Woche seinen 25. Geburtstag feierte – natürlich im Kreise seiner Familie. „Wir haben gegrillt und keine große Sache draus gemacht“, erzählt Max.

Golfen und studieren

Seine Schwester Anna-Lena, die von allen aber nur „Lena“ genannt wird, hat sich für ein Studium der Lebensmitteltechnologie entschieden. Vier Semester hat sie bereits an der Technischen Universität München geschafft. Für Golf spielen bleibt da allerdings nicht so viel Zeit: „Die Prüfungen werden leider immer am Ende der Semesterferien geschrieben, weshalb ich in der vermeintlich freien Zeit auch nur am Schreibtisch sitze“, erklärt sie. Die 21-Jährige ist froh, wenn sie ein oder zwei Mal pro Woche den GC München Eichenried zum Trainieren besuchen kann. Besser hat es ihr Bruder getroffen: „Ich schaffe es schon regelmäßig zu trainieren, das heißt ich bin mindestens drei bis vier Mal im Stuttgarter GC Solitude. Entweder im Mannschaftstraining oder für mich alleine“, sagt Max. Gerne würde er auch die nächsten zwei Jahre im Stuttgarter Raum bleiben, um weiter für das Team zu spielen und seinen Master in Hohenheim zu machen.

Kein gemeinsames Training

Für ein gemeinsames Training mit der Schwester ist allerdings keine Zeit mehr. „Früher, als wir noch zur Schule gegangen sind, haben wir natürlich auch oft die Nachmittage gemeinsam auf dem Golfplatz verbracht“, erinnert sich Anna-Lena. Für sie sei ihr Bruder „schon immer das große Vorbild gewesen. Sein Kurzspiel ist einfach enorm, das habe ich leider nie geschafft und es wird wohl auch nichts mehr“, sagt sie mit einem Zwinkern. Max hingegen bewundert Anna-Lenas gerades Spiel: „Sie spielt einfach sehr gerade und fast fehlerfrei. Ich hingegen muss mich öfters aus brenzligen Situationen retten“, lacht der große Bruder.

Jetzt fiebern beide dem Saisonstart der DGL entgegen. „Das ist schon etwas Besonderes und die Vorfreude ist sehr groß“, sagen die Geschwister unisono. Mit dem Stuttgarter GC Solitude hat er nun zwei Jahre in Folge den dritten Platz zum Saisonende belegt und besonders in der ersten Spielzeit 2013 die Teilnahme am Final Four haarscharf verpasst. „Jetzt ist das Final Four natürlich unser Ziel, wobei St. Leon-Rot und Mannheim-Viernheim letztes Jahr schon besonders stark waren“, so Max. „Aber mit unserem aktuellen Kader haben wir bessere Chancen als letztes Jahr“, zeigt er sich zuversichtlich. Ganz ähnlich sieht es auch bei den Damen aus, erklärt seine Schwester: „Die Stimmung und der Zusammenhalt ist toll. Auch wir träumen davon, endlich einmal ins Final Four einziehen. Die Spielform des Lochspiels gefällt mir besonders gut. Vielleicht ist ja sogar langfristig mal der Deutsche Meistertitel drin?“

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