Caroline Masson und Sandra Gal wollen den Solheim Cup mit verteidigen

Caroline Masson spielt diese Saison zwar vorrangig auf der LPGA Tour in den USA, doch für das Wochenende vom 16. bis 18. August hat sie ein klares Ziel: für das Team Europa zum Solheim Cup 2013 anzutreten – in Denver/Colorado gegen ihre Kolleginnen aus den USA! „Keine Frage, da möchte ich unbedingt als Spielerin dabei sein und die Farben Europas vertreten.“ Die 24-jährige aus Gladbeck wäre nach Elisabeth Esterl, Bettina Hauert und Sandra Gal erst die vierte deutsche Spielerin bei diesem prestigeträchtigsten Event im Damengolfsport. Derzeit belegt Masson den vierten Rang in der Rangliste der Ladies European Tour und wäre damit automatisch qualifiziert. Doch es folgen noch zwei Turniere, darunter mit den Women’s British Open ein weiteres Major, nach dessen Finale Kapitänin Liselotte Neumann ihr Team für Denver bekannt geben wird.

Caroline Masson. Foto: pr.

Deshalb hat Masson ihren Turnierplan geändert und wird vor den British Open auch an den Ladies European Masters teilnehmen: „Ich möchte unbedingt noch einige Qualifikationspunkte erobern und aus eigener Kraft den Sprung in die Mannschaft schaffen, deshalb trete ich zu den beiden letzten Turnieren in England an.“ Derzeit führt Suzan Pettersen (Norwegen) mit 163 Punkten vor Carlotta Ciganda (Spanien/132,53) Catriona Matthews (Schottland/125,75) und Masson (111,50). Allein die Siegerin der British Open erhält 80 Punkte für die Solheim Cup Rangliste und es ist keine Frage, dass hier noch viel passieren kann. Eine Top-Ten Platzierung würde Masson auf dem Weg nach Colorado erheblich weiter helfen.

Mit Sandra Gal hat sogar eine zweite deutsche Profigolferin Chancen, sich für das Team zu qualifizieren. Sie müsste es allerdings über die Weltrangliste schaffen, in der momen­tan noch einige Europäerinnen vor ihr rangieren. Doch auch sie könnte mit Spitzenergebnissen bei der Ladies European Masters und der British Open viele Plätze gut machen. „Ich spiele die­ses Jahr fast ausschließlich in den USA, muss es deshalb über die Weltrangliste schaffen, und ich habe die Hoffnung auf keinen Fall schon aufgegeben. Nach den Erfahrungen des Solheim Cup 2011 kann ich nur sagen, das ist das Größte für mich!“

Vor zwei Jahren, beim Sieg des europäischen Teams in Irland war Gal von der damaligen Team­chefin Alison Nicholas nominiert worden. Eine Chance, die Gal und Masson in jedem Fall noch offen bliebe, sollten sie die direkte Spielberechtigung nicht schaffen. Neumann, vor Jahren selbst eine der erfolgreichsten Profispielerinnen weltweit, wird über die Vergabe ihrer vier Wildcards vor dem 4. August, dem Tag der Nominierung,  keinerlei Aussagen machen. Sie will vor der Benennung unbedingt mit den betroffenen Spielerinnen sprechen – jenen, die sie in die Mannschaft berufen wird und jenen, die nicht dabei sein können. „Das werden noch schwierige Gespräche, weil sicher mehr als vier Spielerinnen die Teilnahme verdient hätten“, meint Neumann dazu. Gedanken dazu hat sie sich längst gemacht, doch diese behält sie nur für sich!

Caro Masson war von ihr als potentielle Teilnehmerin bereits zur ersten Vorstellung der Team­kleidung für Denver eingeladen worden, die im Rahmen der UniCredit Ladies German Open in Gut Häusern bei München stattfand. Sozusagen „Maß nehmen für den Solheim Cup“. Und auch bei der Trainingswoche Anfang Juli auf dem Platz des Colorado Golf Clubs war sie dabei. Eine Maßnahme, die Neumann für unglaublich wichtig hielt, um ihr Ziel zu erreichen: das erste Mal mit dem Team Europa den Solheim Cup zu verteidigen und dazu ebenfalls erstmals auf gegnerischem Platz zu gewinnen!

Auch wenn sich Masson und Gal derzeit natürlich in erster Linie mit dem Solheim Cup 2013 befas­sen, so machen sie sich auch schon Gedanken an die nächste Austragung. Zwei Jahre später, vom 18. bis 20. September 2015, ist der Golf Club St. Leon-Rot bei Heidelberg Gastgeber für diesen Kontinental Wettstreit. Masson kennt diese Anlage bestens. Hier hat sie als Jugendliche zweimal die Allianz German Boys and Girls bei den Mädchen gewonnen, hier trainiert sie, wenn sie in Deutschland ist und hier hat sie viele Freunde. „In meinem Heimatland und in diesem Club, wo schon Tiger Woods, Ernie Els, Colin Montgomerie oder Bernhard Langer ihre Spuren hinterlassen haben, zu spielen, wäre eine nochmalige Steigerung. Bei einem Sieg vielleicht der absolute Höhepunkt meiner Karriere!“

 

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