BMW Masters: McIlroy, Donald, Willett und Fernandez-Castaño wollen den Titel

Rory McIlroy, Sieger der BMW Championship 2012 .

Die Nummer eins der Welt McIlroy, Donald, Willett und Fernandez-Castaño  wollen sich zweiten BMW Titel in Shanghai sichern. Vier der Top-5-Spieler der aktuellen Weltrangliste sind bei den BMW Masters ebenso dabei wie nahezu das komplette siegreiche Ryder-Cup-Team Europe, inklusive Kapitän José María Olazábal.

Alle bisherigen Titelträger 2012 werden in Shanghai abschlagen: Rory McIlroy (BMW Championship, PGA TOUR), Luke Donald (BMW PGA Championship, European Tour), Danny Willett (BMW International Open, European Tour) und Gonzalo Fernandez-Castaño (BMW Italian Open, European Tour). Sie alle wollen es dem Spanier Miguel Ángel Jiménez gleichtun, dem es bislang als einzigem Spieler gelang, zwei BMW Turniere in einer Saison gewinnen zu können. 2004 triumphierte „The Mechanic“ bei der BMW International Open und der BMW Asian Open, in deren Tradition die BMW Masters steht. Auch Jiménez ist in Shanghai mit von der Partie.

Dass er ein mit Spitzenspielern gespicktes Turnier gewinnen kann, hat der Weltranglistenerste McIlroy zuletzt bei der BMW Championship bewiesen, dem vorletzten Turnier der PGA TOUR Playoffs. Der Nordire unterstrich in Carmel im US-Bundestaat Indiana mit seinem dritten hochkarätigen Titel innerhalb weniger Wochen seine aktuelle Ausnahmestellung. Auch Donald, derzeit die Nummer drei der Welt, feierte bei der BMW PGA Championship in Wentworth in diesem Jahr bereits einen herausragenden Sieg.

Eine Premiere war dagegen einen knappen Monat später der Sieg von Donalds jungem Landsmann Danny Willett bei der BMW International Open, die erstmals in Köln ausgespielt wurde. Für seinen ersten European-Tour-Titel brauchte Willett einen langen Atem – erst am vierten Extra-Loch rang der 24-Jährige den Australier Marcus Fraser nieder.

Fernandez-Castaño ist der einzige aus dem Quartett, der bereits ein BMW Turnier in Shanghai gewinnen konnte: die BMW Asian Open 2006. Sechs Jahre später ließ er im September bei der BMW Italian Open nervenstark den zweiten BMW Titel folgen.

Keinen der vier Pros erwartet in Shanghai ein Spaziergang, um das „Double“ auf dem Jack-Nicklaus-Meisterschaftsplatz im Lake Malaren Golf Club perfekt zu machen. Die 78 startberechtigen Spieler sind das stärkste Feld, das in diesem Jahr bei einem Turnier in Asian zu sehen ist. Neben McIlroy und Donald werden mit Lee Westwood und Justin Rose zwei weitere Pros aus der Top-5 der Weltrangliste abschlagen, die jüngst auch beim Ryder Cup ihre Extraklasse unter Beweis stellten.

Zusätzlich zu den weiteren europäischen Ryder-Cup-Helden Martin Kaymer, Ian Poulter, Graeme McDowell, Nicolas Colsaerts, Peter Hanson, Francesco Molinari und Paul Lawrie wollen auch zwei Südafrikaner, die beim Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA nicht spielberechtigt sind, ein Wort um den Titel bei der BMW Masters mitsprechen: die Major-Sieger Louis Oosthuizen (Open Championship 2010) und Charl Schwartzel (Masters Tournament 2011). Dasselbe gilt für den viermaligen Ryder-Cup-Sieger Pádraig Harrington aus Irland, der in den Jahren 2007 und 2008 gleich drei Major-Titel sammelte.

Etwas länger liegen die großen Erfolge von John Daly zurück: 1991 (US PGA Championship) und 1995 (Open Championship) holte sich der US-Amerikaner seine Major-Siege. 2001 sicherte sich der Zuschauermagnet und Publikumsliebling den Titel bei der BMW International Open. Der Paradiesvogel wird bei den BMW Masters sicherlich auch seine Fans in Asien mit seinen bunten Hosen und seinem kraftvollen Schwung begeistern.

Der neben BMW Markenbotschafter Kaymer zweite Deutsche im Feld ist Marcel Siem. Der 32-Jährige spielt die Saison seines Lebens, die er mit dem Sieg bei der bedeutenden und traditionsreichen Open de France im Juli krönte. In Shanghai hat Siem allerdings noch eine Rechnung zu begleichen: Bei der BMW International Open hatte er bis zum letzten Loch noch Siegchancen. Dass es dennoch nicht zu seinem ersten BMW Titel gereicht hat, ist eine Scharte, die Siem gerne auswetzen möchte – am liebsten schon bei der BMW Masters.

 

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