Berenberg Masters: Greg Turner liegt mit zwei Schlägen in Führung

Sein Ball lag wunderbar platziert mitten auf der Spielbahn, aber Bernhard Langer blieb am Rand der Bahn und nutzte den Schatten der Bäume im Golf und Land-Club Köln. Am Ende seiner ersten Runde vor rund 3.200 Besuchern bei den Berenberg Masters 2013 war er mit dem Ergebnis von 67 Schlägen (fünf unter Platzstandard) sehr zufrieden. Er belegt damit gemeinsam mit Ian Woosnam (Wales), Sieger des Jahres 2011 und Barry Lane (England) den geteilten zweiten Rang. An die Spitze des Feldes von 73 Spielern setzte sich mit 65 Schlägen (7 unter Par) Greg Turner (Neuseeland). Er legte den Grundstock für diese Führung auf den ersten neun Löchern, die er mit 31 Schlägen (-5) bewältigte.

Bernhard Langer mit seiner Tochter. Foto: pr

Wie Langer schon am Mittwoch erwartet hatte, spielte der Wind an diesem Freitag eine größere Rolle: „Bei diesen hohen Bäumen ist die Windrichtung oft nur schwer zu erkennen und man kann leicht zehn Meter zu kurz oder zu lang sein.“ Ansonsten bezeichnete er sein Spiel als „sehr gut“ und war zufrieden mit seinen Putts. Trotz des Missgeschicks von drei Versuchen auf dem 15. Grün und dem einzigen, daraus resultierenden Bogey. Mit nur zwei Schlägen Rückstand auf den Führenden hat sich Langer alle Chancen auf den Sieg erhalten: „Wir haben erst ein Drittel des Turniers gespielt und bis zum Sonntag kann noch viel passieren.“

Begleitet wurde Langer auf fast der gesamten Runde von seiner Mutter, die am Sonntag ihren 90. Geburtstag feiern wird. Ob er schon ein Geschenk für sie habe, wurde Langer gefragt: „Selbstverständlich habe ich ein Geschenk für Sie, aber ich verrate ihnen nicht, was es ist. Nur eines: Es ist keine Waschmaschine, die ich nach Berichten einiger Medien schon 1975 meiner Mutter von meinem ersten Preisgeld geschenkt haben.“

Völlig überrascht von seiner Leistung war Turner: „Ich hätte nie gedacht, dass es nach meiner langen Pause so gut laufen würde. Der Neuseeländer hatte vor neun Jahren offiziell seinen Rücktritt vom Turniergolf erklärt, um sich seiner Hauptbeschäftigung, dem Bau von Golfplätzen zu widmen und kehrte zu seinem 50. Geburtstag, der ihm die Startberechtigung für die Seniorentour brachte zurück.“

Sehr gut unterwegs war auch Ian Woosnam, der an gleicher Stelle vor zwei Jahren gewonnen hatte: „Der Platz ist wieder in einem hervorragenden Zustand. Er ist auch gut bewässert worden, denn sonst wären die Fairways knochenhart und die Bälle schwer zu spielen. So habe ich kaum Fehler gemacht und auch viele meiner Putts sind gefallen“, fasste er seine Runde zusammen.

Berenberg Masters, Ergebnisse, erste Runde: 1.) Greg Turner (Neuseeland) 65 Schläge (7 unter Par); 2.) Bernhard Langer (Anhausen), Barry Lane (England), Ian Woosnam (Wales) alle 67 (-5); 5.) Massy Kuramoto (Japan), Steen Tinning (Dänemark) beide 68 (-4).

 

 

 

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