Auf der PGA Tour geht es um ganz viel Kohle

Matteo Manassero, Sieger der BMW PGA Championship 2013. Foto: pr.

Die PGA Tour ist das Nonplusultra für die Golfprofis. Wer es dort in die höchste Klasse geschafft hat, der spielt um die ganz große Kohle. Insgesamt 270 Millionen US-Dollar Gesamtpreisgeld werden auf der Top Level-Tour in einem Jahr ausgespielt.

Der Spitzenverdiener ist, wen sollte es noch überraschen, der Superstar Tiger Woods. 108.637.819 US-Dollar hat der 38-Jährige schon mit dem Schläger und dem Golfball auf der Habenseite verbucht. Er war der Erste und ist weiterhin der einzige, der die Schallmauer von 100 Millionen Dollar durchbrochen hat.

Seine „Nebeneinnahmen“ sind aber noch weitaus größer. Dem gebürtigen Kalifornier wird nachgesagt, dass er alles in allem bereits über eine Milliarde US-Dollar verdienen konnte – als erster Sportler der Weltgeschichte.

Ein Europäer unter den Top Ten Verdienern

Mehr als 50 Millionen Dollar haben Phil Mickelson (USA; 72,6 Millionen Dollar), Vijay Singh (Fidschi-Inseln; 67,6 Mio. Dollar) und Jim Furyk (54,9 Mio. Dollar) auf den lohnendsten Golfplätzen der PGA Tour abgeräumt. Unter den Top Ten dieser Rangliste finden sich neben vier weiteren US-Amerikanern auch der Südafrikaner Ernie Els (45,8 Mio. Dollar) und als einziger Europäer der Spanier Sergio Garcia (32,1 Mio. Dollar).

Sam Snead noch vor Tiger Woods

In der Liste der Golfspieler mit den meisten Siegen auf der PGA Tour liegt Tiger Woods nicht an der Spitze. Zumindest noch nicht. 79 Tour-Triumphe wurden für den bestbezahltesten Sportler der Welt bis Ende August 2013 gezählt, noch drei mehr hatte zu diesem Zeitpunkt der unvergessene Sam Snead auf seinem Konto. Er war von 1936 bis 1965 dreißig Jahre lang aktiv. Seine Karriere hatte nur einen Makel. Bei den US Open konnte er sich nie behaupten. Dort kam er über vier zweite Plätze nicht hinaus.

An offiziellen Preisgeldern verdiente Sam Snead in seiner außergewöhnlichen Laufbahn 620.126 US-Dollar, auf der Senior Tour holte er darüber hinaus noch einmal ein Preisgeld von rund 100.000 US-Dollar. Von den Summen, die die neue Generation an Golfprofis verdient, konnte er nur träumen. Außer Acht darf man dabei aber nicht lassen, dass die 5.000 US-Dollar, die zu der damaligen Zeit manchmal bei einem Turnier lediglich ausgeschüttet wurden, noch eine ganz andere Kaufkraft besessen haben.

Bernhard Langer auf der „Champions Tour“ erfolgreich

Interessant ist übrigens auch, was es auf der sogenannten „Champions Tour“ der PGA, die den Ü50-Profigolfern offen steht, mittlerweile zu verdienen gibt. Dort gehört der Deutsche Bernhard Langer zu den Spitzenspielern. In vier der letzten fünf Jahre konnte er auf dieser Tour am meisten verdienen, pro Jahr mehr als zwei Millionen US-Dollar.

Zu den Spitzenabräumern in dieser Klasse gehört Bernhard Langer aber trotzdem noch lange nicht. Dort ist Hale Irwin aus den USA der Maßstab. Er verdiente als Champions-Golfer satte 26,7 Millionen US-Dollar. Seniorengolfen auf höchsten Niveau ist also auch eine mehr als lohnende Angelegenheit.

Was denken Sie?