AT&T National

In der Woche vom 1. bis 4. Juli findet auf der PGA Tour das AT&T National statt. Ein Turnier, welches von keinem geringeren als Tiger Woods und dessen Foundation ausgerichtet wird und seit nunmehr vier Jahren zum festen Bestandteil des Turnierkalenders gehört. Woods, seinerseits Titelverteidiger, wird auch in diesem Jahr wieder als Favorit bei seinem Turnier an den Start gehen. Da der Congressional Country Club, auf dem in den letzten Jahren gespielt wurde, nächstes Jahr Austragungsort der US Open sein wird, musste man auf den Aronimink Golf Club in Pennsylvania ausweichen. Hierbei handelt es sich um einen Par 70, der präzises Spiel erfodert und sehr schwierig zu spielen ist. Wirklich niedrige Ergebnisse sind in dieser Woche nicht zu erwarten. Präzise Schläge vom Abschlag wie auch zum Grün und das Scrambling werden in dieser Woche die wohl wichtigsten Faktoren sein, um überhaupt unter Par zu bleiben. Aus diesem Grund fällt Woods als Titelverteidiger mit einer Outright-Quote von 4.5 nicht in mein Raster für einen Tipp. Einer der Topfavoriten neben Woods ist Jim Furyk. In der Weltrangliste liegt Furyk dank seiner beiden Siege in diesem Jahr auf Rang auf Position fünf. Mit guten Ergebnissen in den letzten Wochen ist er im FedEx Cup Ranking 2010 aktuell Dritter. 16. wurde er bei der US Open, in der Woche zuvor Zehnter beim Memorial und mit vier Top10 Platzierungen in 13 Turnieren ist er wie in der letzten Saison ganz vorne mit dabei. Furyk ist schon immer bekannt für seine Genauigkeit vom Tee. In der Statistik liegt er aktuell auf Rang sieben und ist weiterhin Zehnter im Scrambling. Alles in allem werde ich hier auf eine Top10 Platzierung des Amerikaners setzen, welche aktuell zu einem Preis von 2.4 zu haben ist. Weiterhin finde ich die Quote im Matchbet gegen Woods einfach zu gut, um sie liegenzulassen. 2.74 kann man aktuell dafür bekommen, dass Furyk am Sonntag Abend vor Woods auf dem Leaderboard steht.

Die Form, in der sich Ryan Moore gerade befindet, sollte man ausnutzen. Die letzten drei Turniere waren mit die beten seiner ganzen Saison. Beim Memorial wurde er Fünfter, die US Open beendete er als 33. und in der letzten Woche wurde er beim Travelers Championship 13. Moore hat den großen Vorteil, schon einmal auf einem Platz gewonnen zu haben, der vom gleichen Designer stammt wie der Aronimink Golf Club und daher eine gewisse Ähnlichkeit vorweist. Vom Tee ist Moore in diesem Jahr sehr gut unterwegs, im Driving liegt er auf Rang zwei aller Tourspieler. Auch in der Statistik des Ball-Striking liegt er mit Rang acht sehr weit vorne. Bei einer Quote knapp unter 5.0 im Top10 Markt kann man mit Moore aktuell nichts verkehrt machen.

Der Spieler, der sich jedoch wohl aktuell in der besten Form befindet, dürfte Ricky Barnes sein. Barnes ist ein Newcomer, der sich bereits in seiner zweiten Saison auf der Tour etabliert hat und mittlerweile auf Rang 65 in der Weltrangliste liegt. Von seinen letzten fünf Turnieren konnte Barnes vier unter den Top10 beenden. Lediglich bei der US Open wurde er „nur“ 27., was für jemanden wie ihn jedoch auch schon als Erfolg zu werten ist. Nach dem fünften Platz beim Travelers Championship spielte er in dieser Woche ein Charity Turnier über zwei Runden, welches er mit 63 und 58 (!) Schlägen gewann. Kein Spieler konnte mehr als die sechs Top10 Platzierungen erreichen, die Barnes bislang in diesem Jahr gesammelt hat. Für mich zählt Barnes in dieser Woche u den Geheimfavoriten und daher werde ich die Quote von 4.8 auf eine weitere Top10 Platzierung anspielen.

Dass ich in einem Preview mal Alex Cejka genauer beleuchten würde hätte ich nicht gedacht, aber aufgrund seiner letzten Turniere kann ich den Deutschen hier nicht außen vor lassen. Cejka wurde sensationell Achter bei der US Open in Pebble Beach, was einer der größten Erfolge auf amerikanischem Boden für ihn bedeutet. In der Woche danach konnte er in München bei der BMW International Open hervorragender Dritter werden. Cejka ist 19. in der Fairwaytreffer-Statistik der Tour und konnte teilweise dieses Jahr schon gute Ergebnisse auf der PGA Tour erzielen. Es bleibt zu hoffen, dass er die Wochenend-Schwäche endlich mal ablegen kann und auch über die ersten beiden Runden hinweg gute Leistungen erzielen kann. Zum Traden kann man eine 8.6er Quote auf eine Top10 Platzierung allemal anspielen. Wenn es so läuft wie üblich, sollte Cejka nach einer oder zwei Runden vorne mit dabei sein und man kann günstiger verkaufen.