Interview mit dem Olympiasieger Thomas Lurz zur Sporternährung

 

Könnte man den Olympischen Spielen überhaupt über die Stränge schlagen – ein oder zwei Bier und eine Tüte Chips abends – oder würde das sofort das Ernährungskonzept aus dem Gleichgewicht bringen?

Man könnte schon einmal eine Tüte Chips und Cola essen beziehungsweise trinken. Aber grundsätzlich ist die Ernährung extrem wichtig! Wenn ich 20 Kilometer am Tag trainiere, dann ist es schon ok, auch mal Pommes zu essen, weil ich ja einen dementsprechenden Verbrauch habe. Aber man muss immer darauf achten, dass der Körper das bekommt was er braucht zum Training.

Wie lange befasst du dich bereits mit dem Thema Sporternährung?

Schon immer seit ich Leistungssport mache. Ich sage immer, ein Formel-1-Auto fährt auch nicht mit Diesel. Der Körper muss viel leisten und da ist es doch logisch, dass man ihm gute Ernährung gibt.

Wie baust du die Ernährung in deinen normalen Tagesablauf mit ein?

Da ich immer gut bekocht werde ist es relativ einfach für mich, alles gut einzubauen. Ich betreibe meinen Sport als Profi und habe dafür dann auch Zeit. Diese Zeit muss man sich als Sportler einfach nehmen.

Wie sieht die Ernährung am Wettkampftag aus?

Das ist auch ganz wichtig. Denn ein Zehn-Kilometer-Rennen ist wie ein Marathon, der circa zwei Stunden dauert. Deshalb ist es wichtig, sich gut mit Energie zu versorgen.

Was würdest du sagen: Welchen prozentualen Einfluss kann man als Athlet durch  eine angepasste Ernährung auf seinen Erfolg haben?

Das ist relativ schwer, sich da genau festzulegen. Aber ich würde einfach sagen, dass es sehr wichtig ist .

Deine Teilnahme bei der WM in einem Jahr in Barcelona und auch bei der Heim-EM 2014 in Berlin hast du bereits angekündigt. Bleiben deine Zielsetzungen gewohnt ambitioniert?

Ja, ich möchte dort wieder gewinnen. Das ist mein Ziel über die fünf Kilometer und auch auf den zehn Kilometern.

Eine Olympische Goldmedaille fehlt dir noch in der Sammlung – sehen wir dich 2016 in Rio de Janeiro?

Das kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Muss man abwarten, wie sich alles entwickelt.

Da wärst du dann 36 Jahre alt – gerade mal ein Jahr älter als Mark Warnecke, als er 2005 Schwimmweltmeister wurde. Wir denken, dass ist ein gutes Omen und wünschen dir viel Erfolg!

Ja das stimmt. Vielen Dank!

 

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