Golfen für die Abwehrkräfte

Moderate Sportarten wie das Golfen schützen vor lästigen Erkältungen und stärken das Immunsystem. Das Immunsystem muss im Herbst und Winter einiges aushalten: Feuchte Witterung und kalte Temperaturen stellen erhöhte Anforderungen an die körpereigene Abwehr. Kein Wunder, dass jetzt viele Menschen eine Erkältung bekommen – mit Schnupfen, Husten und allem, was dazugehört. „Neben einer gesunden, vitaminreichen Ernährung ist in der ungemütlichen Jahreszeit  vor allem die richtige sportliche Betätigung wichtig, um das Immunsystem zu stärken und die eigenen Abwehrkräfte auf Trab zu halten“, weiß Dr. Petra Sommer, leitende Ärztin im Kurhaus am Maasberg in Bad Sobernheim und Autorin des Bestsellers „Immunfit forever“. Am effektivsten werden die Abwehrkräfte durch maßvolle Bewegung an der frischen Luft trainiert, bei der sich sportliche Leistungen mit entsprechenden Erholungsphasen abwechseln. Sportarten wie Joggen, Radfahren, Golf oder Nordic Walking sind jetzt ideal.

Ausdauersport stärkt das Immunsystem

„Moderate körperliche Belastungen wirken auf das Immunsystem stimulierend. Wichtig ist aber, den Körper nicht zu überlasten. Denn durch zu intensives Training erreicht man sehr schnell einen gegenteiligen Effekt: Das Immunsystem wird überfordert und anfälliger für Infekte“, so Dr. Sommer. Die richtige sportliche Dosis ist entscheidend, wenn man fit und gesund durch die nass-kalte Jahreszeit kommen will. Aber auch die Wahl der Sportstätte hat Einfluss auf das Immunsystem. Denn nur wer sich auch bei schlechtem Wetter vor die Tür traut, kommt mit Viren und Bakterien in Kontakt: „Was sich im ersten Moment gefährlich anhört, unterstützt die Immunisierung zusätzlich. Der Körper produziert gegen die Viren entsprechende Abwehrstoffe und ist nicht mehr so anfällig für Erkältungskrankheiten“, so Dr.  Sommer.

Für die herbstliche Topform empfiehlt sie Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Nordic Walking sowie das Golfen. Angst vor der Kälte ist bei diesen Outdoor-Sportarten grundsätzlich unbegründet: Moderne Funktionskleidung hält den Sportler selbst bei frostigen Minusgraden auf Betriebstemperatur, lässt keine Feuchtigkeit hinein, transportiert den Schweiß aber trotzdem nach außen. „Wer zu schnell unterwegs ist und ein zu hohes Kilometerpensum absolviert, leidet häufiger an Infekten der oberen Atemwege als Sportler, die angepasst und in moderatem Tempo trainieren“, betont Dr. Petra Sommer. Wichtig sei es, bei Kälte durch die Nase zu atmen, denn dabei wird die Luft erwärmt und angefeuchtet.  „Bei Temperaturen unter zehn Grad minus ist die Belastung für die Schleimhäute dennoch zu groß, da würde ich jedem vom Sport im Freien abraten“, so die Expertin.

Golfen bringt die Abwehrkräfte in Schwung

Auf besonders schonende Weise stärkt – nicht zu intensiv, aber auch nicht zu schwach ausgeübt – der Golfsport das Immunsystem. Die moderate Belastung auf dem Green ist ideal, um die Abwehrkräfte in Schwung zu bringen: Auf der Runde wechselt sich von Loch zu Loch die sportliche Betätigung immer wieder mit wichtigen Erholungsphasen ab. „Die Gefahr einer Überlastung ist beim Golfen nicht gegeben. Das Immunsystem findet auf dem Golfplatz ideale Bedingungen vor, um körpereigene Abwehrzellen zu produzieren“, erklärt Dr. Sommer. Zudem wirkt sich auch der große Entspannungsfaktor beim Golfen positiv auf das Immunsystem aus: In der natürlichen Umgebung eines Golfplatzes kann man zwischen den Schlägen entspannen und den Stress des Alltags abbauen, der die Abwehrkräfte unnötig schwächt. Positiv am Golfsport ist auch die für den Geist und das Wohlbefinden wichtige zwischenmenschliche Interaktion. Außerdem ist Golf eine Sportart, die sich individuell auf die Bedürfnisse und das Leistungsvermögen des Spielers anpassen lässt. Zudem hilft Golfen nachweislich gegen mögliche Herbstdepressionen: Durch den starken Anstieg des Dopamin- und des Serotonin-Spiegels erlebt der Golfer eine Art Glücksrausch. „Beim Golf sind die Werte häufig höher als beim Marathon, Tennis oder Fußball“, weiß Dr. Sommer. „Bei diesem Sport kommt es auch dann zur Hormonausschüttung, wenn man einfach nur so gespielt hat. Und das selbst auf einer kurzen 9-Löcher-Runde!“ Zugleich sei ein Absinken des Cortisol-Spiegels nach dem Golfen festzustellen. „Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass beim Golfen Stress abgebaut wird“, so die Ärztin. So stärkt Golf Schlag für Schlag Körper und Geist.

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