AT&T National

Geschichte:
Das AT&T National ist ein sehr junges Turnier der PGA Tour und findet erst seit dem Jahr 2007 statt.
K.J. Choi ist somit der erste Sieger der Geschichte. Es löste das bis zum Jahr 2006 stattfindende „The International“ ab, welches im sogenannten Stableford-Modus ausgetragen wurde und somit eine Abwechslung für die Profis darstellte.
Beschlossene Sache für die Zukunft ist bereits, dass die Tiger Woods Foundation Hauptsponsor bleiben wird und dass das Turnier bis einschließlich 2009 auf dem Congressional Country Club ausgetragen wird.

Platz 2008:
Dieser stellt selbst die Topspieler auf eine harte Probe.
Es handelt sich um einen Par 70 mit einer Gesamtlänge von 7.255 Yards, der im Jahr 1922 von Devereux Emmett auf einem ehemaligen Fuchsjagdgebiet gebaut wurde.
Über die Jahre hinweg jedoch wurde er von Ree Jones oder auch Robert Trent Jones des Öfteren umgebaut, um auch heute noch den Anforderungen und technischen Fortschritten des Golf-Equipments gerecht zu sein.
Auch der Congressional Country Club zählt wie viele Austragungsorte der bisherigen Turniere in 2008 laut Golf Digest zu den schönsten und besten Plätzen des Landes, unweit entfernt von dessen Hauptstadt Washington D.C.
Nicht umsonst wurden hier schon viele große Turniere ausgetragen.
Neben der Kemper Open bzw. Booz Allen Classic, die hier zwischen 1980 und 1986 ausgetragen wurde, fanden auch schon einige Majors auf dem Blue Course, dem besseren der beiden 18-Loch-Meisterschaftsplätzen, statt.
Unter anderem zweimal die U.S. Open und einmal die PGA Championship. Im Jahr 2011 wird die U.S. Open hier erneut zu Gast sein, nachdem man eine Ausrichtung im nächsten Jahr abgelehnt hat.

Teilnehmerfeld 2008:
Wie bereits erwähnt, sind in dieser Woche leider nicht sehr viele Topstars am Start, da sie bereits nach Europa reisen, um sich auf das dritte der vier Major-Turniere, die British Open, vorzubereiten.
So geht in dieser Woche wie auch in der letzten einmal mehr Jim Furyk als Favorit an den Start.
Ob er seiner Favoritenrolle nach dem mittelmäßigen 36. Rang bei der Buick Open allerdings gerecht werden kann ist mehr als fraglich, wenn man sich die Entwicklung der Saison 2008 Furyk’s anschaut.
Hunter Mahan, Mike Weir oder auch Robert Allenby dürften somit mindestens eine ähnlich gute Chance auf den Sieg haben wie der Amerikaner mit dem seltsamen Schwung.
K.J. Choi zählt als Titelverteidiger selbstverständlich auch den Siegesanwärtern, was er in diesem Jahr jedoch auch noch nicht unter Beweis gestellt hat.
Ich persönlich zähle den Kolumbianer Camilo Villegas hier auch zum Favoritenkreis, auch wenn er bei den Online-Wetten nicht ganz so hoch gehandelt wird.
Villegas spielt eine gute Saison. Gerade in den letzten Wochen zeigte er, was für ein Potenzial in ihm steckt. Der 9. Platz bei den U.S. Open vor zwei Wochen war neben dem 3. Rang beim AT&T Classic der Höhepunkt des Jahres.
Aus deutscher Sicht ist wieder einmal nur Alex Cejka am Start, der momentan so ziemlich alles spielt, was es zu spielen gibt. Er lässt kein Turnier aus, um an Ende des Jahres nicht wieder vor dem schwierigen Kampf um die Spielberechtigung für 2009 zu stehen.
Nach zuletzt guten Wochen und unter anderem einer Top5-Platzierung konnte er in der letzten Woche nur einen 82. Platz erzielen. Aktuell liegt er aber relativ sicher an 85. Position im FedEx Cup Punktestand.
Eigentlich wollte Gastgeber Tiger Woods bei einem seiner beiden Events auch an den Start gehen und nach einem 6. Platz im letzten Jahr versuchen, das Turnier zu gewinnen. Aufgrund seiner Knieverletzung fällt er jedoch mindestens bis zum Ende des Jahres aus und verzichtet auf den Start.

Autor: Timm Goeller