Die Golfschläger-Einkauftipps

Die Auswahl an Golfschlägern ist umfangreich und nicht nur Sportler, die gerade erst ihre Leidenschaft zum Golfen entdeckt haben, sind oftmals mit den Angeboten überfordert. Eine grundsätzliche Kaufberatung kann und soll dabei helfen, den richtigen Golfschläger für die unterschiedlichsten Ansprüche zu finden.

Erste Überlegungen für den Schlägerkauf

Das Wichtigste beim Kauf eines Golfschlägers ist es, die eigenen Fähigkeiten genau einzuschätzen und mit den individuellen Bedürfnissen abzustimmen. Der Kauf eines Golfschlägers bedarf in der Regel einer eingehenden Beratung und natürlich auch ein Ausprobieren, was insbesondere Fachgeschäfte und Hersteller professionell und kompetent anbieten können. Bereits der Kauf eines bestimmten Golfschlägers kann entscheidet über den späteren Verlauf eines jeden Golfspiels mitentscheiden. Daher ist eine individuelle Anpassung an den Körper, das Fitting, sowie auch an das Können unabdingbar. Wichtig ist bei Kauf ebenfalls, sich nicht auf das jetzige Können zu versteifen, sondern grundsätzlich auch mit einzubeziehen, welche erweiterten Fähigkeiten in absehbarer Zeit zu erwarten sind.

Besser gut als günstig

Eine Kaufentscheidung sollte nicht am Preis festgemacht werden. Denn wie bei jedem anderen Kauf kann ein günstiger Einkauf sich auf Dauer als teuer erweisen. Hier kann es ratsam sein, auf Golfschläger zurückzugreifen, die aus den Produktionen renommierter Markenhersteller kommen, oder noch besser: Hersteller aus Deutschland wie Walk Golf oder Marken Golf, die mit noch niedrigeren Fehlertoleranzen fertigen als die großen Schlägerschmieden. In der Regel halten gute Golfschläger bis zu 10 Jahre, während günstige Modelle durchaus bereits nach einem Jahr Schäden oder Abnutzungen aufweisen können. Da technische Verbesserungen nur selten vorgenommen werden, ist ein Golfspieler mit einem Satz hochwertigerer Golfschläger auch für eine lang anhaltende Freud am Golfspiel gut beraten.

Das Fitting entscheidet über die Wahl des Golfschlägers

Einige Details, die sich auf die Anpassung des Golfspielers beziehen, sollten ebenfalls beim Kauf beachtet werden. Versierte Golfspieler sprechen hier von einem Fitting. Hierbei unterscheiden sich das dynamische und das statische Fitting. Ersteres bezieht sich auf das spielerische Können sowie die individuellen Spieleigenschaften eines Golfspielers. Das statische Fitting berücksichtigt die unterschiedlichen Körpermaße der Kaufinteressenten. Durch ein umfassendes Fitting ergeben sich nicht nur die korrekten Maße von Schaft und Griffstärke – der Kauf eines durch Fitting optimal angepassten Golfschlägers beeinflusst das spielerische Können sowie den Erfolg des Käufers äußerst positiv.

Auf die Details kommt es an

Generell gilt, dass im Verhältnis zur Körpergröße kurz gehaltene Golfschläger zwar weniger Geschwindigkeit produzieren, aber besser zu kontrollieren sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass grundsätzlich mit einem längeren Golfschläger weitere Distanzen zu schlagen sind. Beim Kauf sollte dementsprechend darauf geachtet werden, dass ein Durchschnittsmaß der Länge des Golfschlägers gefunden wird, wobei die Tendenz zur Kürze den Speedspot besser treffen lässt. Ebenso verhält es sich mit der Schaftflexibilität: Für jeden Golfspieler existiert eine optimale Schaftpunkt- und Schaftflexkombination. Dabei ist darauf zu achten, dass sich ein Driver wiederum anders verhalten kann als ein Eisen. Generell gilt, dass bei flachen Flughöhen ein weicherer Schaft, sowie ein niedriger Flexpunkt beziehungsweise ein leichter Schaft empfehlenswert sind. Bei hohen Flugbahnen sind ein höher angesetzter Flexpunkt sowie schwerere und härtere Schafte ratsam.

Grafit- oder Stahlschaft?

Ein Schaft aus Grafit ist grundsätzlich teurer als der herkömmliche Stahlschaft, doch überzeugt dieser durch seine Leichtigkeit und die Verlagerung des Gewichts auf den Schlägerkopf. Dies führt dazu, dass ein Golfschläger mit Grafitschaft leichter zu führen und besser zu beschleunigen ist. Das Resultat sind weitere Flugbahnen, welches insbesondere auf Sylter Golfplätzen mit dementsprechenden Gegenwinden wichtig sein könnte. Golfer, die ihren Urlaub auf der exklusiven Insel verbringen, leisten sich mit einem Grafitschaft folglich keine schwachen Auftritte. Nichtsdestotrotz ist der Stahlschaft bei Golfern mit schnellen Schwunggeschwindigkeiten aufgrund der höheren Verwindungsfestigkeit und der daraus resultierenden verbesserten Kontrolleigenschaft der geeignetere Golfschläger.

Gregor Landwehr

Über Gregor Landwehr

C. Gregor Landwehr gründete das Onlinemagazin im Jahr 2005 und leitete die Redaktion bis zum Jahr 2013. Er arbeitet als freier Journalist und schreibt unter anderem für die NZZonline, den Rheinischen Merkur und andere Zeitungen und Onlinemagazine. Landwehr ist Mitglied im Deutschen Journalistenverband. Sie erreichen ihn unter der Emailadresse landwehr at golfsportmagazin.de

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