Neuer Look für langweilige Schlägerschäfte

Die nun seit einigen Jahren auch optisch ein wenig auffälliger aus ihrem tristen Schattendasein hervortretenden Graphitschäfte verschiedenster Schlägerhersteller folgen einem Trend. Dem, auch auf dem Golfplatz etwas mehr Mut zu zeigen und nicht nur mit gedeckten Farben wie vor Jahren üblich seine Runden zu drehen. In der Golfmode hat sich diese Trendwende schon fast durchgesetzt, Spieler wie Ian Poulter oder Camilo Villegas zeigten die Marschrichtung. An das farblich und designmässig doch eher zurückhaltender gestaltete Schlägerequipment traute sich kaum jemand heran. Praktisch gesehen blieb bis dato auch kaum eine Möglichkeit, seinen Schlägersatz etwas bunter und schriller zu gestalten – bis jetzt. Martin Greeves, Direktor der irischen Firma Shaft Skinz mit Sitz in Belfast, erkannte die Zeichen der Zeit und bietet dem mutigen Golfer farbige wie auch stylische Überzüge für langweilig aussehende Stahlschäfte oder auch leicht angegriffene Graphitmodelle.

Farbenfrohe Stahlschäfte – stylisches Graphit

Insbesondere die überwiegend bei Eisensätzen montierten Stahlschäfte sehen mit der Zeit so manchem Spieler und mancher Spielerin zu trist aus. Speziell hierfür bieten sich die aufschrumpfbaren Produkte von Shaft Skinz an. Abgeleitet aus dem Begriff „Skin“ (engl.: Haut, Überzug) erhält so jeder Schlägerschaft eine ganz persönliche Note und seine individuelle Haut. Unter aktuell sieben verschiedenen Designs, allesamt mehrfarbig gemustert nach jeweils einem anderen Thema wie etwa Schlangenhautoptik oder Flammenmeer, kann als Grundlage weiterhin noch eine von sechs Hauptfarben gewählt werden. Im Moment sind es knapp 20 Tourprofessionals der Herren- und Damentouren, die mittels Shaft Skinz das Aussehen ihrer Schläger verändert haben, wobei sicher die Namen Pelle Edberg, Johan Edfors und Rory Sabbatini die bekanntesten Vertreter der männlichen Riege sind. Schon aus diesem Umstand lässt sich leicht schliessen, dass die Benutzung der Shaft Skinz gemäss der internationalen Regularien von USGA und R&A ohne Einschränkungen erlaubt sind.

Ein Zweifler oder Materialfreak könnte anführen, dass die Aufbringung eines solchen Überzuges die Eigenschaften des Schafts verändert, was eventuell zu einem härterem Schaftflex führen könne. Um dies auszuschliessen liess der Hersteller Schläger bzw. Schäfte mit aufgebrachten Skinz unabhängig mittels einer Schaftanalyseeinrichtung testen. Die Messungen ergaben eine erhöhte Schafthärte von nur 0,005 % – was in der Realität nicht spür- und fühlbar ist.

Einfache Selbstmontage mit Hausmitteln

Es sind nicht viele Werkzeuge nötig, die bei Shaft Skinz bestellten Überzüge im eigenen Heim zu verarbeiten. Auch ist keine Ausbildung als Schlägerbauer erforderlich, die eigenen Stahl- oder Graphitschäfte etwas farbenfroher zu gestalten. Eine Schere, ein scharfes Messer sowie ein handelsüblicher Haartrockner mit einer Minimalleistung von 1875 Watt reichen aus, um die Shaft Skinz auf die Schäfte aufzuschrumpfen. Das Material ist im Innern absichtlich nicht mit einem zusätzlichen Schmelzkleber versehen, sodass eine spuren- und rückstandsfreie Entfernung bei Nichtgefallen oder gewünschtem Designwechsel problemlos vonstatten geht.

Aufgrund der Länge der Schrumpfüberzüge von rund 76,5 cm im Neuzustand und einem maximalen Längenzuwachs von etwa 10% während des Erhitzens eignen sie sich auch, um handelsübliche Driverschäfte zu verschönern. Bei Anbringung und insbesondere Entfernung der Skinz an Graphitschäften muss jedoch etwas vorsichtiger gearbeitet werden, um die Schäfte nicht zu beschädigen. Da sie beim Schrumpfen sämtlichen Konturen folgen, können auch gebogene (z.B. Putter) oder gestufte Schäfte beschichtet werden. Eine Demontage der Griffe ist nicht notwendig.

Den Vertrieb der Shaft Skinz für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernahm inzwischen die Firma Orgahead im norddeutschen Ahrensburg. Somit ist es nun nicht mehr notwendig, Bestellungen über den Sitz der Firma in Irland zu tätigen.

Über Thomas Klages

Thomas Klages wohnt in der Nähe von Braunschweig und spielt seit 1999 Golf. Seitdem führen ihn seine Reisen auch stets auf ausgesuchte Golfplätze. Seit Ende 2002 betrieb er eine private Internetseite, auf der besuchte Ziele und Golfplätze in teils umfangreicher Weise beschrieben und beurteilt wurden. Daraus resultiert auch die über die Jahre gewachsene Schreiblust zum Thema und die dementsprechende Objektfotografie. Weiterhin ist er regelmäßig für ein im Printbereich erscheinendes Golfjournal tätig und hat inzwischen seine private Golf-Website komplett neu relauncht.

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